Geschichte der Breisgauer Cement
1907
Gründung durch den Zigarrenfabrikanten Gerhard Dannemann aus St. Felix /
Bahia. Die Breisgauer Portland-Cement-Fabrik GmbH. mit Sitz in Freiburg
begann mit der Herstellung von Portlandzement nach dem Umbau des seit 1900
bestehenden Kalkwerks in Kleinkems.
1924
Übernahme sämtlicher Gesellschaftsanteile durch die E.G. Portland in
Zürich. Stetiger Ausbau und Erweiterung der Werksanlage in den 30er
Jahren.
1936
Die aus drei Schachtöfen bestehende Anlage wird durch einen der ersten
modernen Drehöfen nach dem Lepol-System mit einer Leistungen von 200
Tonnen am Tag ersetzt.
1950
Ein Brand zerstört das Magazin, Werkstatt- und Zementmühlengebäude.
Unverzüglich wird mit dem Wiederaufbau begonnen.
1956 / 57
Erweiterung des Steinbruchs Kleinkems, Neubau der Laborgebäudes und der
Kohlemahlanlage.
1960 - 1970
Rationalisierung durch Einführung moderner Mess- und Regeltechnik.
Verbesserung der Entstaubung. Neubau einer Homogenisierungsanlage für
Rohmehl, einer weiteren Zementmühle, des Lepolofens 2, der Tontrocknerei,
Trafostation für die Umstellung auf 110 kV, Hammermühle und Rohmühle sowie
Elektroentstaubung für die Steintrocknerei.
1967
Beschluss der Genossenschafterversammlung der E.G. Portland zur
Erweiterung der Produktionskapazitäten des Unternehmens durch Errichtung
eines neuen Zementwerks in Geisingen. Die ungenügende Rohstoffsituation im
Raum Kleinkems hat es notwendig gemacht, die neue Produktionsanlage an
einem anderen Standort mit sicheren Rohstoffreserven zu errichten.
1971
Am 18. Juni wird nach zweijähriger Bauzeit das Werk Geisingen in Betrieb
genommen. 1974/75 geht der Zementverbrauch in Süddeutschland und der
Schweiz um rund 40% zurück. Zur Anpassung muss Mitte 1975 die
Klinkerproduktion im Stammwerk Kleinkems eingestellt werden. Hierdurch
gehen in Kleinkems über 100 Arbeitsplätze verloren. Nach weiteren
Rationalisierungsmaßnahmen reduziert sich die Belegschaft des Werkes
Geisingen und des Werkes Kleinkems, das von 1975 an nur noch als
Zementmahlwerk für spezielle Sorten eingesetzt wird, auf 125 Mitarbeiter.
1981
Umstellung der Klinkerproduktion auf Steinkohle als Primärenergie, als
während der 70er Jahre bedingt durch die Ölkrise der Preis für Heizöl auf
das Siebenfache steigt. Bau einer Kohlenmahlanlage.
1990
Umbau der Zementmahlanlage Geisingen durch Einbau eines Sichters
modernster Bauart zur Kühlung des Zements.
1992
Das nahe bei Geisingen im Kanton Schaffhausen in der Schweiz gelegene
Unternehmen Portland-Cementwerk Thayngen AG erwirbt die Mehrheit der
Anteile am Unternehmen.
1993
Die Breisgauer Portland-Cementfabrik Kleinkems GmbH wird umgetauft in
Breisgauer Cement GmbH. Auch das Logo, der traditionelle Wappenvogel,
erhält ein neues Outfit.
1994
Bau der 1,4 Kilometer langen Straße zum Steinbruch und zum Schotterwerk
Geisinger Kalkstein Schotterwerk GmbH & Co. KG.
1999
Der Schweizer "Holderbank" - Konzern übernimmt sämtliche Anteile der
Gesellschaft.
2000
Übernahme von Hupfer GmbH
2001
Zentralisierung der Verwaltung am neuen Sitz der Gesellschaft in Weil am
Rhein. Produktionseinstellung in Kleinkems per 30.6.2001.